DIN EN 60695-10-2 (VDE 0471 Teil: 10-2):2004-05 "Prüfungen zur Beurteilung der Brandgefahr - Teil 10-2: Unübliche Wärme - Kugeldruckprüfung:
Die neue Norm beschreibt die Kugeldruckprüfung als ein Verfahren zur Prüfung der Wärmebeständigkeit von Teilen aus nichtmetallischen Werkstoffen.
Sie gilt für elektrotechnische Betriebsmittel, deren Baugruppen und Bauteile sowie für feste elektrische Isolierstoffe, ausgenommen keramische Werkstoffe und sonstige feste, brennbare Stoffe.
E DIN IEC 60695-11-10 (VDE 0471 Teil: 11-10):2010-03 "Prüfungen zur Beurteilung der Brandgefahr - Teil 11-10: Prüfflammen - Prüfverfahren mit 50-W-Prüfflamme horizontal und vertikal":
Die angehende Norm legt ein kleinmaßstäbliches Laborprüfverfahren zum Vergleich des Brandverhaltens waagerecht oder senkrecht angeordneter Prüflinge aus Kunststoff oder anderen nichtmetallischen Werkstoffen fest, die einer kleinen Flamme von 50 W (Nennwert) als Zündquelle ausgesetzt sind.
Diese Prüfverfahren bestimmen die lineare Brenngeschwindigkeit und die Dauer des Nachbrennens mit Flamme bzw. des Nachglimmens sowie die Länge der Schädigung des Prüflings.
DIN EN 60695-11-20 (VDE 0471 Teil: 11-20):2004-05 "Prüfungen zur Beurteilung der Brandgefahr - Teil 11-20: Prüfflammen - Prüfverfahren mit einer 500-W-Prüfflamme:
Die überarbeitete Norm legt ein kleinmaßstäbliches Laborprüfverfahren zum Vergleich des Brandverhaltens von Prüflingen aus Kunststoff oder anderen nichtmetallischen Werkstoffen sowie ihrer Beständigkeit gegen Durchbrennen fest, die einer Flamme von 500 W (Nennwert) als Zündquelle ausgesetzt sind.
Diese Norm ist nicht dafür vorgesehen, das Brandverhalten von Bauprodukten oder Möblierungen zu beurteilen.
Die Prüfergebnisse liefern Informationen über das Brandverhalten der untersuchten Kunststoffe, können jedoch kein sicheres Verhalten beim Betrieb letztendlich zuverlässig gewährleisten.
Gemeinsamkeiten der Normen DIN EN 60695-11-10 (VDE 0471 Teil: 11-10):2004-05 und DIN EN 60695-11-20 (VDE 0471 Teil: 11-20):2004-05:
Die Normen gelten für feste Stoffe und Schaumstoffe mit einer Rohdichte von mindestens 250 kg/m nach ISO 845:1988-12 "Cellular plastics and rubbers; determinaiton of apparent (bulk) density".
Sie gelten nicht für Werkstoffe, die durch Einwirkung der Flamme schrumpfen, ohne sich zu entzünden. Für dünne flexible Werkstoffe gilt ISO 9773:1998-03 "Plastics - Determination of burning behaviour of thin flexible vertical specimens in contact with a small-flame ignition Source".
Die Prüfverfahren bieten Klassifizierungssysteme, die zur Qualitätssicherung oder Vorauswahl von Werkstoffen für Bauteile von Produkten geeignet sind.
Die beschriebenen Verfahren dürfen für die Vorauswahl eines Werkstoffs angewendet werden, sofern bei einer Dicke, die der geringsten Dicke in der Anwendung entspricht, positive Ergebnisse erzielt werden.
Gegenüber den früheren Ausgaben, der DIN EN 60695-11-10 (VDE 0471 Teil 11-10):2000-01 und der DIN EN 60695-11-20 (VDE 0471 Teil 11-20):2000-01, wurden folgende Änderungen vorgenommen:
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die in DIN EN ISO 13943:2000-10 "Brandschutz - Vokabular" festgelegte Terminologie wurde eingearbeitet;
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eine verbale Klarstellung und Konkretisierung des Prüfverfahrens wurde vorgenommen;
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Festlegungen zu international in Anwendung befindlichen Prüfungen wurden aufgenommen und damit untereinander ähnliche Prüfungen aus ISO-Publikationen harmonisiert.
Zuständig ist das DKE/K 133 "Prüfverfahren zur Beurteilung der Brandgefahr von elektrotechnischen Produkten und Isolierstoffen".
Die Normen und Norm-Entwürfe der Reihe DIN EN 60695 können beim VDE VERLAG bezogen werden.
Die Normen DIN EN ISO 13943:2000-10, ISO 845:1988-12 und ISO 9773:1998-03 können beim Beuth Verlag bezogen werden.