Die elektrotechnische Industrie verfolgt und veröffentlicht spezifische Angaben hinsichtlich der Materialzusammensetzung ihrer Produkte sowohl bei der Einhaltung von Vorschriften als auch im Rahmen der umweltbewussten Produktgestaltung. Sie muss dazu Informationen über die Zusammensetzung von Produkten und Produktteilen sammeln, die sie für die Nutzung in den von ihnen herzustellenden Produkten den Einbau in ihre eigenen Produkte von den Zulieferern erwirbt.
Materialdeklarationen werden derzeit nach individuellen Spezifikationen erstellt, aber es gibt keine international anerkannte Vereinheitlichung. Dadurch ergeben sich wirtschaftlich unterschiedliche Behandlungen.
Um die Anforderungen in der gesamten Zuliefererkette zu vereinfachen und die Wirtschaftlichkeit zu erhöhen, ist es notwendig, den Austausch von Daten für eine Materialzusammensetzung zu normen und Anforderungen an die Materialdeklarationen vorzugeben.
Diese Materialdeklarationsnorm unterstützt die elektrotechnische Industrie durch die Aufstellung von Anforderungen an die Berichterstattung über meldepflichtige Stoffe und Materialien, Vereinheitlichung von Protokollen und Erleichterung der Übertragung und Verarbeitung von Daten.
Der vorgesehene, wesentliche Zweck der angehenden Norm ist es, den nachgeordneten Herstellern Daten zur Verfügung zu stellen, die
- es ihnen ermöglichen, Produkte in Abhängigkeit von der Einhaltung der Anforderungen an Stoffbeschränkungen zu beurteilen,
- sie im Gestaltungsprozess umweltverträglicher Produkte anwenden können.
Zuständig ist das K 135 „Erfassung von Stoffen in Produkten der Elektrotechnik“ der DKE Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE.
Der genannte Norm-Entwurf kann im VDE VERLAG bezogen werden.