VDE-InSite

Login

Hinweise

Skip Navigation LinksDKE-Startseite DKE-Arbeit Mitteilungen zur Normungsarbeit 2010 Ermittlung der Radioaktivitaet in der Umwelt

Mitteilungen zur Normungsarbeit 

Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt 

Überwachung der Luft auf Radon-222 und seine kurzlebigen Zerfallsprodukte

14.06.2010 

Radon gilt heute als die Hauptursache für die natürliche Strahlenexposition des Menschen. Der UNSCEAR-Bericht (2006) legt dar, dass weltweit Radon rund 52% der globalen mittleren Exposition durch natürliche Strahlung verursacht. Das Isotop 222 (48%) ist weit signifikanter als das Isotop 220 (4%), während das Isotop 219 als vernachlässigbar angesehen wird.

Die Exposition durch Radon und seine Zerfallsprodukte variiert erheblich von Ort zu Ort. Sie hängt erstens von der Menge des aus dem Boden emittierten Radons und zweitens vom Grad der Anreicherung sowie den Wetterbedingungen an den Expositionsorten ab.

Beim Zerfall emittiert Radon Alphateilchen und bildet feste Zerfallsprodukte (Polonium, Wismut, Blei usw.), welche ebenfalls radioaktiv sind. Die potenzielle Gefährdung durch Radon entsteht vor allem durch seine festen Zerfallsprodukte. Je nachdem ob sie an atmosphärische Aerosole angelagert sind oder nicht, können Radon-Zerfallsprodukte inhaliert und entsprechend ihrer Größe in unterschiedlichen Tiefen des bronchopulmonalen Traktes deponiert werden.

Im Juni 2010 erscheinen über Radon-222 und dessen Messverfahren folgende sieben Norm-Entwürfe der Reihe DIN ISO 11665:

    • E DIN ISO 11665-1:2010-06 "Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt – Luft – Teil 1: Radon-222 und seine kurzlebigen Zerfallsprodukte in der atmosphärischen Umgebung: Quellen und Messverfahren";

    • E DIN ISO 11665-2:2010-06 "Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt – Luft – Teil 2: Radon-222: Integrierendes Messverfahren für die Bestimmung des Durchschnittswertes der potenziellen Alpha-Energiekonzentration der kurzlebigen Radon-Zerfallsprodukte in der Atmosphäre";

    • E DIN ISO 11665-3:2010-06 "Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt – Luft – Teil 3: Radon-222: Punktmessverfahren der potenziellen Alpha-Energiekonzentration der kurzlebigen Radon-Zerfallsprodukte in der Atmosphäre";

    • E DIN ISO 11665-4:2010-06 "Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt – Luft – Teil 4: Radon-222: Integrierende Messverfahren zur Bestimmung des Durchschnittwertes der Radon-Aktivitätskonzentration in der Atmosphäre mittels passiver Probenahme und zeitversetzter Auswertung";

    • E DIN ISO 11665-5:2010-06 "Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt – Luft – Teil 5: Radon-222: Kontinuierliche Messverfahren für die Radon-Aktivitätskonzentration in der Atmosphäre";

    • E DIN ISO 11665-6:2010-06 "Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt – Luft – Teil 6: Radon-222: Verfahren zur Abschätzung der Oberflächenexhalationsrate mittels Anreicherung";

    • E DIN ISO 11665-7:2010-06 "Ermittlung der Radioaktivität in der Umwelt – Luft – Teil 7: Radon-222: Punktmessverfahren für die Radon-Aktivitätskonzentration in der Atmosphäre".

Die Entwürfe sind zu beziehen über den Beuth Verlag.

Zuständig ist das GUK 967.2 „Aktivitätsmessgeräte für den Strahlenschutz“ der DKE  Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE, Gemeinschaftsgremium mit dem Normenausschuss Radiologie (NAR).

Kontakt

DKE  Deutsche Kommission Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik im DIN und VDE
DKE/GUK 967.2
Vogel, Georg
Stresemannallee 15
60596 Frankfurt am Main
Tel.: +49 69 6308-341
Fax: +49 69 6308-9341
georg.vogel@vde.com